Eine Seite zurück
Zum Seitenanfang
Zur Startseite
Druckversion
Leserbrief
Artikel versenden
Bild vergrößern
Fenster schließen
zurückblättern
weiterblättern
Zur Übersicht
Mehr zum Thema
weiter...
zurück
Pixelgrafik
Zur Startseite
pixelgrafik
31.07.2010 ] Startseite Anzeigen & Prospekte Shop Kontakt Aboservice ePaper Impressum Suche:
Neue OZ Meller Kreisblatt Wittlager Kreisblatt Bramscher Nachrichten Bersenbrücker Kreisblatt Lingener Tagespost Meppener Tagespost Ems-Zeitung
INFORMATION
Lokales
VfL Osnabrück
Videos
 
Sport
WM-Spezial
Nachrichten
Vermischtes
Kultur
 
kfz-welt.de
Wetter
Computer
Wirtschaft
Wissenschaft
Bildergalerien
Interviews
Serien
UNTERHALTUNG
WM-Tippspiel
Wonneproppen
WebCam Storch
WebCam Zoo
Denksport
SERVICE
Traueranzeigen
Grußanzeigen
Anzeigen
Termine
Ticketshop
Aboservice
ePaper
Mobiles Portal
os1.tv
Twitter
Ausbildung im Verlag
Shop
EL-Card
Leserreisen
Lebenshilfe
Gesundheit
Zoom.In
Recht / Urteile
Online-Werbung
Reportagen 21.10.2008
-

Horchposten belauscht Fledermäuse

Von Rainer Lahmann-Lammert
Osnabrück.
150 Meter hoch sollen sie werden, die neuen Windgeneratoren auf dem Piesberg – doppelt so hoch wie die vorhandenen. Die Genehmigung gibt es nur, wenn ihre riesigen Flügel den Fledermäusen über Osnabrücks höchstem Berg nicht gefährlich werden. Ein Gutachter hat deshalb einen Horchposten in 45 Meter Höhe installiert, der die Tiere im Flug belauscht.

Das Mikrofon verrät, wer oben im Luftraum unterwegs ist: Carsten Dense mit dem Ultraschalldetektor auf dem Piesberg. <br><i>Foto: Gert Westdörp</i>
Das Mikrofon verrät, wer oben im Luftraum unterwegs ist: Carsten Dense mit dem Ultraschalldetektor auf dem Piesberg.
Foto: Gert Westdörp
Alle Fledermausarten sind durch EU-Recht streng geschützt. Sie dürfen weder verletzt noch getötet werden. Aus Amerika und Australien ist aber bekannt, dass Fledermäuse nicht selten von Windgeneratoren erschlagen werden. Bei systematischen Untersuchungen auch in Deutschland hat sich bestätigt, dass in einem Radius von 50 Metern um die Masten häufig tote Tiere zu finden sind. Auffällig ist, dass sie meist keine äußeren Verletzungen zeigen. Es wird vermutet, dass ihre empfindlichen Lungen den erhöhten Luftdruck in der Nähe eines Rotorflügels nicht verkraften.

Die Frage ist nur, ob auch Fledermäuse am Piesberg gefährdet sind. Aus früheren Untersuchungen sind in diesem Revier immerhin 14 Fledermausarten nachgewiesen. Bislang fehlte es jedoch an Erkenntnissen, in welchen Höhen die Flugsäuger anzutreffen sind. Für die Planung von Windgeneratoren eine wichtige Voraussetzung.

Um nähere Aufschlüsse zu erhalten, lassen Fledermausforscher zuweilen sogar Drachen steigen, an denen Mikrofone befestigt sind. Aufgezeichnet werden dann die Ultraschalllaute, mit denen sich die Flattertiere im Luftraum orientieren und ihre Beuteinsekten orten.

Detektor an der Reling

Auf dem Piesberg bot sich immerhin die Möglichkeit, ein Mikrofon an der Gondel einer bestehenden Windkraftanlage zu befestigen. Die Untersuchung läuft schon seit Monaten. Carsten Dense vom Büro für angewandte Ökologie und Landschaftsplanung will zum Jahresende sein Gutachten vorlegen, mit dem ihn die Stadtwerke beauftragt haben.

Seine Daten bekommt Carsten Dense von einem Ultraschalldetektor, der an der Reling eines Windgenerators befestigt ist. Ein Mikrofon erfasst die Laute, ein Datenlogger zeichnet sie auf einer Speicherkarte auf.

Von seinem Computer lässt sich Carsten Dense die hochfrequenten Töne als Grafik darstellen. An ihrem Verlauf sieht er sofort, ob ein Großer Abendsegler, eine Zwergfledermaus oder eine Rauhautfledermaus den jeweiligen Ruf ausgestoßen hat. Schwieriger ist es, den Ton der Breitflügelfledermaus von dem des Kleinen Abendseglers zu unterscheiden. Der Diplombiologe vergleicht, wann die Tiere unterwegs sind, welches Wetter sie bevorzugen und bei welchen Windgeschwindigkeiten sie auf ihre nächtlichen Flüge verzichten.

Schnelle Rotorflügel

Schon jetzt zieht er das Fazit, dass sich über dem Piesberg mehr Fledermäuse tummeln als zunächst angenommen. Die Gretchenfrage, ob die neuen Riesenflügler die Fledermäuse bedrohen, wird Carsten Dense in seinem Gutachten beantworten. Er lässt jedoch durchblicken, dass es nicht um ein Ja oder Nein zur Windkraftnutzung geht, sondern um konkrete Empfehlungen. Die könnten etwa lauten, dass die Generatoren nachts bei Windgeschwindigkeiten unter 6 m/s abgeschaltet werden, und das auch noch saisonal begrenzt. Bei stärkerem Wind gehen die Fledermäuse nämlich gar nicht erst in die Luft.

Bleibt noch die Frage, warum Fledermäuse überhaupt mit Windrotoren in Konflikt kommen können, obwohl die Natur sie mit dem einzigartigen Ultraschallortungssystem ausgestattet hat. Carsten Dense rechnet vor, dass sich die Flügelspitze eines Rotors mit 150 oder sogar 200 Stundenkilometern durch die Luft schraubt. Beim Großen Abendsegler reiche das Ortungssystem nur 20 Meter weit. Bevor die Fledermaus den Flügel bemerkt, hat er sie schon erwischt.

Tödliche Gefahr

Der Diplombiologe sieht die kleinen Flugsäuger in eine weitere Falle tappen: Bestimmte Arten seien einfach neugierig. Sie versuchten, neue Anlagen auszukundschaften, und flögen an ihnen hoch. Und dann gibt es noch die Insekten, die sich gerne an der Gondel aufhalten, weil es am Generator so schön warm ist. Eine tödliche Gefahr.

Vor fünf oder sechs Jahren seien solche Gefährdungen noch gar nicht gesehen worden, sagt Carsten Dense. Erkenntnisse über das Flugverhalten der geschützten Flattertiere in größeren Höhen gebe es erst aus jüngerer Zeit. Und dafür müsse ein hoher Aufwand getrieben werden. „Wir machen, was technisch möglich ist“, verspricht der Fledermausspezialist.

Wie klingen Fledermäuse? Carsten Dense hat uns zwei Aufnahmen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um den Ruf einer Rauhautfledermaus und eines Kleinen Abendseglers. Die Hörproben (Quelle: Büro für angewandte Ökologie und Landschaftsplanung):

Hörbeitrag Hörbeitrag: Der Kleine Abendsegler
Hörbeitrag Hörbeitrag: Rauhautfledermaus

nicht eingeloggtBenutzer-Login
  Benutzer:
  
  Passwort:
    
  
 » Neu anmelden
 » Passwort vergessen?
 » Infos zur Registrierung

Zoom.In TV
Videonachrichten

Automobiles
kfz-welt.de

Sport
Button für Formel 1

Wirtschaft
Button für Wirtschaft

Wissenschaft
Button für Wissenschaft

Medien
Button für Medien
Aktuelles aus den Rubriken und Lokalausgaben
Lingener Tagespost
30.07.2010
Wer wird Bürgermeister? Kandidaten stellten sich den Fragen der Lingener Tagespost
30.07.2010
Stadtmeisterschaft wird entschieden: Morgen sind die Finalspiele
30.07.2010
Premiere „Pastor un siene Koh“ ist ausverkauft
30.07.2010
„Naturschutzgebiete vernetzen“
30.07.2010
„Marktplatz Fashion“ ist Begegnungsstätte
30.07.2010
Betreuung von Kindern als Job
Meppener Tagespost
28.07.2010
Sauberkeit oberstes Gebot
28.07.2010
Eurohafen im sicheren Fahrwasser
30.07.2010
„Tolle Truppe“: Konzert junger Musiker am 3. August
30.07.2010
„MS Wissenschaft“ ist noch bis Sonntag im alten Meppener Hafen vor Anker
30.07.2010
„Tolle Truppe“
30.07.2010
Getrockneter Klärschlamm
Ems-Zeitung
30.07.2010
Schulstart in Börger weiter ungewiss
30.07.2010
Generalsekretär der Niedersachsen-CDU besucht Wachstumsregion Ems-Achse
30.07.2010
Familie aus Papenburg sucht nach Hausbrand dringend neue Wohnung
29.07.2010
Gesine von Papenburg feiert 25. Geburtstag mit Hafenfest
29.07.2010
„Belastung die höchste in Europa“
29.07.2010
Ausbau der Betreuungsangebote
Kreis Emsland
31.07.2010
Frau stirbt in brennendem Wohnhaus in Walchum
30.07.2010
Dieb mit Faible für Damenunterwäsche gefasst
30.07.2010
Unfall: Fünf Verletzte, hoher Sachschaden
30.07.2010
Illegale Marihuana-Indoorplantage auf Kegelbahn
28.07.2010
Digitales Auge: Wer soll die Spende bekommen?
29.07.2010
VHS Lingen plant 768 Veranstaltungen
Emslandsport
29.07.2010
Heute SVM-Test in Emsdetten
29.07.2010
Werlte: Mit der Vorbereitung „sehr zufrieden“
29.07.2010
BW: Premiere für Göttsch Sonntag um 15 Uhr
29.07.2010
„Mit Airfence auf der sicheren Seite“
27.07.2010
HSG steigert sich: 28:36 gegen Kiel Zeitweise nur 5 Tore Rückstand
27.07.2010
Zweites EM-Silber
Osnabrücker Land
30.07.2010
Weiß ist schick
30.07.2010
Glandorfer Kirmes für die ganze Familie
30.07.2010
71-Jähriger nach Verkehrsunfall schwer verletzt
29.07.2010
Das gibt es nur in Bersenbrück
29.07.2010
Saisoneinflüsse belasten Arbeitsmarkt
29.07.2010
Floristik in der Duschkabine
Stadt Osnabrück
30.07.2010
Neumarkt wird ab Montag zur Staustelle
30.07.2010
Kämpferisch gegen rechts: Zum Tod von Marianne Semnet
30.07.2010
Eine Tote, zwei Gerichtsverfahren
30.07.2010
Dreister Handtaschendiebstahl im Stadtteil Wüste
30.07.2010
Fahndung nach Spindaufbrecher
30.07.2010
Fahndung nach Tankbetrüger
Rund um Osnabrück
30.07.2010
Der richtige Fußball-Riecher
29.07.2010
Wer malt den schönsten Traumgarten?
30.07.2010
Noch immer viele freie Ausbildungsplätze
30.07.2010
Der Frosch rockt in Quakenbrück
30.07.2010
Verständigung entsteht durch Freundschaft
30.07.2010
CDU/UWG setzen auf Ökostrom
Kultur
30.07.2010
Englisch üben mit dem Film „Eclipse“
30.07.2010
Rock ’n’ Roll
30.07.2010
Jagd nach dichtem Dasein
30.07.2010
Spielzeughelden im Plastikmüll
30.07.2010
Gotteskritik in der Sprechblase
27.07.2010
Am Ende der Übersichtlichkeit?
Bersenbrücker Kreisblatt
30.07.2010
Reggae Jam: Zwölf Fahrer unter Drogeneinfluss
29.07.2010
Neuer Bettentrakt wird im November bezugsfertig
30.07.2010
Spielspaß für Jugendliche
30.07.2010
„Es macht uns Spaß, und die Begeisterung der Kinder steckt uns an“
29.07.2010
Ein Segen oder überflüssig?
29.07.2010
Empfang für neue Mitarbeiterin

© 2010