
AOK sieht sich durch Fusion gestärkt
pe Lingen.
Die AOK Emsland/Grafschaft Bentheim sieht sich nach der in der letzten Woche beschlossenen Fusion auf Landesebene mit der Innungskrankenkasse (IKK) für die Zukunft bestens gerüstet. Dies unterstrich AOK-Regionaldirektor Horst Hillmer gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung.
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| Horst Hillmer, Regionaldirektor der AOK. Foto: Pertz |
Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen hatte ebenso wie die IKK als „Krankenversicherung des Handwerks“ zum 1. April die Fusion beschlossen. Eine Genehmigung durch die Bundesversicherungsanstalt und das Sozialministerium gilt als sicher.Die AOK bringt rund 2,14 Millionen Versicherte mit, die IKK 285000. In der Region Emsland/Grafschaft Bentheim sind es nach Hillmers Angaben auf der Seite der AOK 143000 Versicherte und bei der IKK rund 18000. Die etwa 40 Beschäftigten der IKK in den beiden Landkreisen werden allesamt ihre Arbeitsplätze behalten und stärken künftig das AOK-Team von derzeit 250 Beschäftigten. Für die Arbeitgeber und die AOK- und IKK-Versicherten wird sich nach Angaben von Hillmer nichts ändern. Nach der Genehmigung der Fusion zum 1. April erhalten die bisherigen IKK-Versicherten automatisch die AOK-Versichertenkarte und zusätzliche Informationen. Nach den Worten Hillmers sieht sich die AOK in der neuen Partnerschaft bestens aufgestellt. „Wir haben 2009 auf Landesebene einen Überschuss von 69 Millionen Euro erwirtschaftet“, sagte der Regionaldirektor. Die kontroverse Debatte über Zusatzbeiträge in den Krankenkassen sei deshalb bei der AOK kein Thema. Bei der IKK übrigens auch nicht mehr, denn durch deren Fusion mit der AOK könne die Innungskrankenkasse 2010 ebenfalls auf einen Zusatzbeitrag verzichten, sagte Hillmer. Keine Prognose wagte er aber für das Jahr 2011, da im Gesundheitswesen derzeit viel in Bewegung sei. Der Regionaldirektor betonte, dass beide Kassen gut zueinander passen würden. „Die AOK betreut rund 9000 Betriebe in der Region“, beschrieb Hillmer ein deckungsgleiches Aufgabenfeld. Auch regional halte sie an ihrer Servicestruktur fest. So blieben die Geschäftsstellen der AOK in Nordhorn, Lingen, Meppen und Papenburg weiter bestehen. Was die IKK-Geschäftsstelle in Nordhorn anbelangt, sprach sich Hillmer für deren Erhaltung aus, zumal sie sehr citynah liege. Bei dieser Fusion wird es den Angaben des Regionaldirektors zufolge nicht bleiben. „Es wird weitere Fusionsschritte geben, auch bei der AOK“, prognostizierte Hillmer. Der steigende Kostendruck mache dies zwingend notwendig. Es sei politisch gewollt, dass die Anzahl der Krankenkassen in der Zukunft erheblich reduziert werde. Zurzeit seien es noch rund 150, angepeilt würden 50.
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